| 09.-14. August 2005 | "LADY SALSA" im Theater am Aegi 2005 |
| Abdelhakim war wieder in Hannover unterwegs und hat schöne Fotos geschossen und Sabrina hat diesen schönen Bericht verfaßt für alle die es nicht selbst miterleben konnten und die sich in der Erinnerung nochmal dran erfreuen möchten. | ![]() |
| Salsa
gives us life runs through our vanes Hannover. (sdi) Diese leidenschaftlich gesprochenen Worte von Lady Salsa alias Trinidad Rolando transformierten sich noch einmal wellenförmig durch den Zuschauerraum und verfehlten ihre energetische Wirkung bei keinem einzigen der Zuschauer, als die Premiere von Lady Salsa am vergangenen Dienstag im Theater am Aegi zuende gegangen war. |
|||
| Die
Tänzerinnen und Tänzer hatten das Publikum, wie schon
einige Male zuvor, auch gegen Ende der Aufführung dazu
animiert, aufzustehen und Salsa zu tanzen, den Takt zu
fühlen und auch zu klatschen. Mit dem Satz
Vergessen sie 1-2-3-4-5-6-7-8, forderte einer
der Tänzer die Zuschauer im 2.Teils der Show auf
mitzutanzen. Die kubanischen Tänzer waren so erfrischend und leidenschaftlich, so sprühend und voller Lebensfreude, dass sich im gesamten Theatersaal dadurch eine positive Energie ausbreitete, der sich niemand wirklich entziehen konnte. Aus diesem Grund lachte oder grinste ausnahmslos jeder im Saal, als die Zuschauer gemeinsam mit den Showtänzern die Hüften kreisen ließen. Eine junge Frau aus Hannover verblüffte das Publikum und die kubanischen Tänzer, mit einem gekonnten sexy Hüftschwung, den sie auf der Bühne zum Besten gab. Hierfür erntete sie viel Applaus. Draußen vor den Türen des Theaters wehte an diesem Tag ein kalter Wind und die wärmende Sommersonne schien den ganzen Tag kaum am Himmel. Dafür strahlte sie im Theatersaal umso mehr. |
|||
| Sonnenhungrig
war auch Toby Gough, der Autor und Regisseur von
Lady Salsa, als er nach Kuba flog, um Sonne
zu tanken. Dort begegnete er Pastora Guerra, die Nat King
Cole das Rumbatanzen beigebracht haben soll, Hilda Oates,
der schwarzen, alten Dame des kubanischen Theaters sowie
Pastora Guerra, die im legendären Cabaret
Tropicana als Putzfrau begann und später als
Sängerin gefeiert wurde. Die Suche nach einer neuen Idee für das Edinburgh Fringe Theatre Festival, auf dem Gough in der Vergangenheit schon mehrfach mit Preisen für außergewöhnliche Theater-Produktionen ausgezeichnet wurde, endete für Toby Gough in Kuba. Lady Salsa war seine neue Idee. Gough bezeichnet sein Werk als eine Show über die kubanische Frau. |
|||
| Die Show beginnt in Kuba in den 50er Jahren.
In dieser Zeit arbeitet Lady Salsa als Cocktailkellnerin
im Hotel Nacional in Havanna. Lady Salsa ist eine alte
Dame, die ihre Vergangenheit dem Publikum erzählt. Sie
spricht in Englisch mit typisch kubanischem Akzent zu den
Zuschauern. Ihre Stimme ist warm und tief. Traurige
Erlebnisse werden von einer melancholischen, leisen
Stimme unterstrichen. Über fröhliche und lustvolle Erlebnisse berichtet Lady Salsa laut und voller Leidenschaft. Die Lady schämt sich für nichts. Sie hat gelebt! Und darüber erzählt sie. Wenn sie erzählt steht sie ganz alleine im Mittelpunkt. Zunächst werden ihre Gedanken allein durch ihre Stimme verkörpert, aber dann nehmen ihre Worte Gestalt an. Die Bilder ihrer Gedanken werden verkörpert durch Tänzerinnen und Tänzer aus ganz Kuba und die kubanische Bandformation Azúcar, bestehend aus Leadsänger Leonel Roberto Lamboa Almaguer, 3 temperamentvollen Sängerinnen namens Yunia, Dianela und Gladys sowie 8 hervorragenden Musikern. Die Tänzerinnen und Tänzer verschmelzen mit ihrer Kultur, bringen diese im Tanz zum Ausdruck, sind eins mit ihrer Musik und tragen die Sonne in ihren Herzen nach außen. Sie tanzen und besingen die Geschichte ihres Landes anhand der Lebensgeschichte von Lady Salsa. Immer wieder taucht diese in ihre Vergangenheit ein. Sie berichtet davon, dass sie Schauspielerin werden wollte. Eine der Künstlerinnen der legendären Show Tropicana verschafft ihr einen Job als Garderobiere. So trifft sie die großen Unterhaltungskünstler ihrer Zeit wie z.B. Nat King Cole, dem sie das Rumbatanzen beibringt. |
|||
| Im Hinterland
Havannas wird ein erbitterter Guerillakrieg gegen die
Truppen des Diktators Batista geführt. Rebellenführer
Fidel Castro wird für die verarmten Massen zum
Revolutionshelden und seine Streitmacht wächst auf viele
tausend Mitglieder an. Mit diesem Lebensabschnitt beginnt
die Show nach der Pause. Lady Salsa betrachtet ihre Vergangenheit aus einem Korbstuhl, der in einer Ecke auf der Bühne platziert ist. Sie erzählt von Chan Chan, ihrem damaligen Liebhaber und darüber, das sie die Nacht mit ihm nie vergessen wird. Auch er verlässt die Stadt, um sich den Rebellen anzuschließen. Eine junge Tänzerin steht zunächst ruhig neben ihr. Sie verkörpert die junge Lady Salsa und mit dem Beginn des gleichnamigen Liedes Chan Chan beginnt sie gemeinsam mit einem Tänzer diese Erinnerung tänzerisch zum Ausdruck zu bringen. |
|||
| In der nächsten Szene tritt Mafiaboss
Latin Luzian in Erscheinung und bezieht das
Publikum mit ein. Mit einem Witz über die Länge von
Zigarren bringt er das Publikum zum Lachen. Luzian
spricht von Korruption, Prostitution, Zigarren, 7 Jahre
altem kubanischem Rum gemischt mit amerikanischer Cola
und schönen Frauen. Die anschließende Tanzdarbietung ist voller Feuer. Bildschöne Tänzerinnen in heißen Kostümen wirbeln über die Bühne. Salsa fließt durch die Adern aller Anwesenden! Ein Pfiff und ein Raunen waren die Antwort des weiblichen Publikums, als die Tänzer ihre T-Shirt auszogen und ihre schönen Oberkörper präsentierten. |
|||
| Ein weiteres
Highlight waren die traditionellen Tanzdarbietungen bei
Lady Salsas walk into the street. Im Anschluß daran wurde in einem part de deux Melancholie und Leidenschaft zum Ausdruck gebracht. Tiene lagrimas negras lautete eine Strophe aus dem Lied. An dieser Stelle neigt sich die Geschichte von Lady Salsa dem Ende entgegen. Die Lebensgeschichte von Lady Salsa endet ungefähr mit dem Sieg der Revolution am 1. Januar 1959. Lady Salsa berichtet noch davon, dass sie zu diesem Zeitpunkt Che Guevara getroffen hat und das dieser sie dazu ermutigte, ihr Vorhaben, die Schauspielschule zu besuchen, in die Tat umzusetzen. |
|||
| Premierenfeier
im A.Masala Hannover.(sdi) Zur anschließenden Premierefeier im A.Masala waren fast ausnahmslos alle Tänzer sowie die Sängerinnen der Showgruppe von Lady Salsa erschienen. In den kommenden Stunden war die Sprache, mit der man sich unterhielt, der Tanz. |
|||
| Die Showstars von Lady Salsa tanzten mit den
Salseras und Salseros aus Hannover zu den Klängen von
Salsa, Merengue und Bachata. Der Höhepunkt der Party war
eine kleine, spontane Showeinlage die das Ensemble mit
einigen Gästen gemeinsam aufs Parkett legten. Die Showtanzgruppe von Lady Salsa verstand es ausgezeichnet, eine heitere und ausgelassene Stimmung unter den Gästen zu verbreiten. Das fröhliche Temperament der Truppe wirkte ansteckend. Augenscheinlich fiel es so mancher Dame sichtlich schwer, sich dem sprühenden Charme der kubanischen Tänzer zu entziehen. Salsa runs through your vanes! Ist es nicht so? |
|||
| Bleibt noch
zu erwähnen, das im Phoenix fröhlich weitergetanzt und
geflirtet wurde und das eine der Sängerinnen von Lady
Salsa ausdrucksvoll den Klassiker Besame mucho
sang. Eine Steigerung dieser Vorstellung bot sich
am nächsten Abend im Coyote Café, als die schöne
Sängerin noch einmal ihre zauberhafte Stimme erklingen
ließ und die Showtänzer außerdem einen heißen Rueda
de Casino tanzten. Während der gesamten Woche wurden die Darsteller von Lady Salsa nicht müde, im Anschluß an die Show Hannovers Salsa Locations zu besuchen. Sabrina weitere Lady Salsa ClubParty Photos: Phoenix Bar - 09. August Cojote Café - 10. August Polly Esther - 12. August, 13. August Workshop mit Oswaldi bei Salsa del Alma - 14. August |
|||
![]() L S 8598.JPG |
![]() L S 8101.JPG |
![]() L S 8077.JPG |
![]() L S 8082.JPG |
[www.hannover-salsa.de][SalsaParties][PartyPhotos][Dance Lessons][Around the world][Gästebuch][Impressum][eMail]